Hohenhameln: Malen macht glücklich

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Malkurs mit und für Menschen mit Demenz
Ort: 
Hohenhameln
Teilnehmerin G.C. Bild: Gisela Grote
Die Hohenhamelner Malerin Helga Pertermann Bild: Gisela Grote
Ein gelungenes Motiv Bild: Gisela Grote

Malkurs mit und für Menschen mit Demenz

"Malen macht glücklich, wenn man Zugang dazu findet", das ist die feste Überzeugung der Hohenhamelner Künstlerin Helga Pertermann, Mitglied in der Generationenhilfe Börderegion e. V. Dieses Gefühl Menschen, die an Demenz erkrankt sind, zu vermitteln, war der Auslöser für die Idee in der Begegnungsstätte des Vereins einen Malkurs für diesen Personenkreis, deren Angehörige und andere Interessierte anzubieten. Anregungen hatte sie sich gemeinsam mit einem weiteren Vereinsmitglied bei einem Workshop der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin in Hannover geholt. Dort wurden unterschiedliche Techniken vorgestellt und ausprobiert, die besonders auf den Personenkreis demenziell Erkrankter ausgerichtet waren.

An vier Nachmittagen waren wechselnd jeweils 8 Teilnehmende anwesend. An Demenz Erkrankte erhielten Unterstützung von einer anderen Person. Die Künstlerin und die Vereinsmitglieder Evelyn und Udo Kabisch hatten in der Vorbereitung ganz unterschiedliche Motive auf Leinwände vorgezeichnet und sie mit einer Gummierung konturiert. Da der Teilnehmerkreis sich zuvor noch nicht mit dem Malen beschäftigt hatte, war für das Organisatonteam die spannende Frage: Wird es gelingen, die Freude an dem Umgang mit den Farben zu wecken?

Zunächst suchten sich die Teilnehmenden ihre Motive und die Farben selber aus. Dabei waren dann Formen und Farben in Einklang zu bringen. In den zwei Nachmittagsstunden, unterbrochen durch Pausen, je nach Bedarf der Einzelnen, sind dabei insgesamt 15 Kunstwerke entstanden, mit denen ein Jahreskalender und Postkarten gestaltet werden sollen.  "Ja, es war sehr schön zu sehen, mit welcher Freude fast alle gemalt haben. Nur ein Herr, der sehr stark an Demenz erkrankt ist, war nicht recht zu begeistern, und das ist ja auch in Ordnung", berichtet Helga Pertermann.  "Aber auch die gemeinsamen verbrachten Nachmittage, hat er genossen".