„Dabei und mittendrin“: Gaben und Aufgaben demenzsensibler Kirchengemeinden

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Ort: 
Köln 1
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Schwerpunkt: 
Spiritualität
Was wünschen Sie sich in Punkto Demenzsensibilität von Ihrer Kirchengemeinde? Foto: AK

Die beiden großen christlichen Kirchen sind im Stadtgebiet von Köln mit 392.112 (kath.) und 290.740 (ev.) Gemeindegliedern zwei wesentliche Akteure des kommunalen Sozialraums. Alte Menschen und ihre Angehörigen sind wesentlicher Teil dieser Kirchen: Sie leben mitten in den Gemeinden, singen im Chor, gehören zur Frauenhilfe, engagieren sich beim Kirchencafé und besuchen Gottesdienste, bis sie sich mit dem beginnenden und/ oder fortschreitenden Auftreten einer Demenzerkrankung häufig mehr und mehr aus dem aktiven Gemeindeleben zurückziehen. Nicht selten brechen damit für die Erkrankten soziale Netze, Kontakte und Zuwendung ein und auch für Angehörige wird die Teilhabe am gemeinschaftlichen (Gemeinde-) Leben und dem Zugang zu damit verbundenen religiösen Sinnhorizonten und Potentialen erschwert.

Damit Menschen mit Demenz nicht nur formal, sondern spürbar ein Teil des kirchlichen Lebens sind und bleiben und nicht zunehmend an ihren Rand geraten, braucht es Menschen und Strukturen in demenzsensiblen Kirchengemeinden, in denen Betroffene und ihre Angehörigen sich gesehen und willkommen fühlen und innerhalb des normalen Gemeindelebens tragfähige und einladende Angebote der Gemeinschaft und Unterstützung erfahren.

Dieser Sensibilisierungs- und Umsetzungsprozess wird im Rahmen des Projekts in kath. und ev. Kirchengemeinden des Kölner Stadtgebiets exemplarisch angestoßen. In einer Kooperation mit dem Demenz-Servicezentrum können in einer Schulung Ängste und Vorurteile, Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit abgebaut und überwunden werden. 
Darüber hinaus werden die Gestaltung inklusiver Sonntags-Gottesdienste für Menschen mit und ohne Demenz angeregt und umgesetzt sowie die spezifischen Bedarfe demenzerkrankter Menschen durch gemeindliche Besuchsdienste wahrgenommen. Die Gaben und Aufgaben (!) eines gemeinsamen Weges zur Demenzsensibilität und Inklusion in den Gemeinden werden über die beiden Kirchengemeinden hinaus durch einen stadtweiten Flyer zum Thema und einen gemeinsamen Fachtag stadtweit diskutiert und zum Anstoß für andere Gemeinden bekannt gemacht. 


Träger: Alexianer Köln GmbH

 

Kontakt: 

Antje Koehler
Mönchsgasse 1-3
50737 Köln
Telefon: 0221 – 7680 2523
E-Mail: koehler(at)demenz-sensibel.de 
http://www.demenz-service-koeln.de/dabei-und-mittendrin.html
und: http://www.demenz-sensibel.de