Hohenhameln auf dem Weg zur demenzfreundlichen Kommune

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Ökumenische Andacht zur Einweihung am 24.09.2016
Die vielen Akteure der Gartengestaltung

Feierliche Eröffnung des Sinnesgartens am 24. September 2016

Der Sinnesgarten ist ein Ort des Erlebens und der Begegnungen für Menschen mit und ohne Demenz, für Veranstaltungen örtlicher Vereine, und er bietet Raum für Ausstellungen von Künstlern der Gemeinde. Der Garten entstand als Kooperationsprojekt der Generationenhilfe Börderegion e. V. mit der Seniorenwohnanlage Bahrke "Haus am Pfingstanger" und der Realschule Hohenhameln.

Der Sinnesgarten ist speziell darauf ausgelegt, die unterschiedlichen Sinne des Menschen anzusprechen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

Über ein Jahr Arbeit liegt hinter der Generationenhilfe" Hand in Hand", den Wahlpflichtkursen Kunst und Werken/Technik des 8. Jahrgangs der Realschule Hohenhameln, der Floristenmeisterin Dorothea Gronewold und anderen Mitarbeitern der Seniorenwohnanlage Bahrke, sowie Personen, die als Asylsuchende in der Gemeinde Hohenhameln leben. Im Rahmen des Herbstfestes der Seniorenwohnanlage wurde nun der Garten mit einer feierlichen Andacht eingeweiht. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit zum Kennen lernen und Entdecken und waren begeistert, was hier erschaffen worden war.

Unterschiedliche Elemente, die die Sinne ansprechen, sind in den Garten eingefügt, so dass ein Naturraum entstanden ist, der zum Erleben und Mitmachen einlädt. Bei der Auswahl der Pflanzen stand der nachhaltige Naturschutz im Vordergrund. Mit einheimischen Stauden, Beerenobst, Gehölzen, Gräsern, Wildblumen und naturbelassenen Flächen für Wildwuchs z. B. Brennnessel, entstand ein großes Nahrungsangebot für Vögel und Insekten. Im Nutz- und Gemüsegarten wird das Augenmerk auf alte Gemüsesorten wir z. B. Topinambur gelegt.

Ein Fußtastweg wurde angelegt, auf dem barfuß über Rindenmulch, Kieselsteine und Sand gegangen werden kann, eine Kräuterschnecke wurde errichtet und viele Kunstwerke, Klangspiele und Objekte gibt es zu entdecken. Dank der Hilfen zahlreicher Unterstützer, z. B. der BINGO Umweltstiftung, konnten die Ideen und Wünsche der Kooperationspartner realisiert werden.

Ein Sinnesgarten kann die Entwicklung einer Demenz positiv beeinflussen und ggf. auch verlangsamen. Als Ort des Erlebens trägt er aktiv zur Förderung der Bewegung bei. Durch das Erwecken von alten Erinnerungen und dem Austausch von Erfahrungen wird die Kommunikation nachhaltig gefördert und somit einer Isolation entgegengewirkt. "Wenn nichts mehr geht, gehen wir in den Garten."

Wir danken allen Helfern und Unterstützern und hoffen auf viele schöne Begegnungen in dem Garten. Wir wünschen, dass er zur Verbesserung der Lebensqualität unserer demenziell erkrankten Mitbürgerinnen und Mitbürger beiträgt, damit wir gemeinsam weiter "Hohenhameln auf den Weg zur demenzfreundlichen Kommune" bringen.

Auf der eigenen Internetseite gibt es Sehenswertes über das Projekt.