[Anlässlich der Veranstaltungen zum Thema Demenz] ... wurde die Grundidee, die Gemeinden mit entsprechenden Materialien auszustatten, dahingehend geändert, eine mobile Ausstattung anzulegen, welche bedarfsorientiert von den Veranstaltern beim Pflegestützpunkt ausgeliehen werden kann: Geschirr für größere Veranstaltungen, Bastelmaterialien, eine umfangreiche Spielsammlung [...], Bibliothek zum Thema Demenz und ausreichend Materialien für künftige Biographiearbeiten sowie Sport- und Spielmaterialien für die Bewegungsangebote. Diese Sammlung steht allen Ehrenamtlichen für ihre tägliche Arbeit, den pflegenden Angehörigen und allen interessierten Bürgern zur Verfügung.
Friedrichshafen: Fachvortrag 25. Januar 2011
Was geschieht, wenn das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert?
Wenn sich zumeist ältere Menschen nicht mehr räumlich und zeitlich orientieren können? Wenn sie nicht mehr wissen, was sie mit der Zahnbürste, die sie in der Hand halten, tun sollen, nicht mehr wissen, wie Kaffee kochen geht? Von Demenz betroffenen Menschen passiert genau das. In seinem Vortrag „Demenz, was ist das?“ hat der Neurologe und Psychiater Dr. Ernst Gut die medizinischen Aspekte dieser Erkrankung, vornehmlich der Alzheimer Demenz, erklärt. Der Einladung der Demenzkampagne Friedrichshafen zu diesem Vortrag waren rund 130 Besucher ins Haus der kirchlichen Dienste gefolgt. Der Vortrag ist auf großes Interesse gestoßen.
In seinem rund einstündigen Vortrag erklärte der Facharzt außerdem, wie die Demenzerkrankung therapiert werden kann und wie der aktuelle Forschungsstand zu verschiedenen Therapieverfahren und Wirkstoffen aussieht. Besonders appellierte er auch an die Zuhörer, medizinische Hilfe so früh wie möglich in Anspruch zu nehmen. Um das Risiko einer Erkrankung zu mindern, seien folgende Faktoren bedeutsam: „Leben Sie gefäßgesund, bleiben Sie geistig rege, und lernen Sie auch immer wieder etwas Neues!“ Aber auch pflegende Angehörige sollten gut auf sich aufpassen, so der Rat des Mediziners, den die herausfordernde Pflege führe rasch zur Erschöpfung.
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