Wir haben in unserem Projekt erlebt, dass es möglich ist, gemeinsam vor Ort Ideen zu entwickeln und dass eine Zusammenarbeit zwischen von Demenz Betroffenen, bürgerschaftlich Engagierten und professionellen Akteuren fruchtbar sein und jeder auf seine Art einen kleinen Teil zur Lösung beitragen kann.
Bürgerinnen und Bürger
Teilhabe und Sorge sind vom Sozialstaat alleine nicht realisierbar. Sie müssen als kommunale Gemeinschaftsaufgaben von allen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen und entsprechend gelebt werden. Ein aufmerksames alltägliches Umfeld ist dabei ebenso wichtig und hilfreich wie konkrete bürgerschaftliche Initiativen. Bürgerschaftliches Engagement stellt dabei keinen kostengünstigen Ersatz für sozialstaatliche Leistungen dar, sondern dient als wirksame Ergänzung. Eine so entstehende neue Kultur des Miteinanders dient nicht zuletzt auch der eigenen individuellen sozialen Vorsorge.
Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort stellen sich u.a folgende Aufgaben:
- sich auf die Thematik einlassen, das eigene Wissen über Demenz erweitern und die eigenen Einstellungen und Haltungen gegenüber Menschen mit Demenz überprüfen;
- Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen offen und interessiert begegnen;
- solidarisches Handeln einüben und praktizieren, im Alltag „beiläufige Hilfestellungen“ leisten;
- sich an zivilgesellschaftlichen Initiativen beteiligen.
