Was vom Gestern übrig bleibt – Demenz – Hilfenetzwerk Gera

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Ort: 
Gera
Bundesland: 
Thüringen
Schwerpunkt: 
Aktionsbündnis/Arbeits- und Ressourcenteilung

Im Jahr 2030 werden Menschen über 65 Jahre ca. 1/3 der Einwohner Geras stellen. Bei der Lebenserwartung liegt Gera nahe dem Thüringer Durchschnitt. Durch die höhere Lebenserwartung werden demenzielle Erkrankungen zunehmen. Demenz ist für Betroffene sowie deren Angehörige, Freunde, Nachbarn ein tiefgreifender Einschnitt in das bisherige Leben.

Daher ist es der Stadt Gera ein Anliegen, betroffene Menschen in ihren Stadtteilen und Lebensräumen in den Blick zu nehmen und Möglichkeiten für eine aktive Einflussnahme zur Umsetzung eigener Bewältigungsstrategien zu schaffen. 


Das geplante Hilfenetzwerk soll mit vorhandenen sozialen und medizinischen Angeboten sowie der Entwicklung von bedarfsgerechten Hilfen die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Demenz in der Stadt Gera sichern. Durch die Kooperation mit einem Beratungszentrum, den Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, den Stadteilbüros, Trägern der freien Wohlfahrtspflege und der Kirche soll ein flächendeckendes Beratungs- und Unterstützungsangebot entstehen, welches Betroffene und Angehörige unkompliziert in Anspruch nehmen können. Neben professionellen Beratungsangeboten sollen Hilfen im häuslichen Umfeld etabliert werden. Durch diese Angebote erhalten die Erkrankten und deren Partner die Möglichkeit, länger im eigenen Zuhause wohnen zu bleiben. 
Gleichzeitig soll das Projekt genutzt werden, die Akzeptanz und Toleranz für die Erkrankung Demenz zu erhöhen, den Betroffenen eine Stimme zu geben, um nachhaltig die Versorgungsstrukturen unter dem Aspekt der generellen demografischen Entwicklung gestalten zu können.

Träger: Otto – Dix – Stadt Gera  Dezernat Soziales

Kontakt: 

Fachdienst Soziales
Beate Böhm
Gagarinstraße 68
07545 Gera
Telefon: 0365 – 838 3503
E-mail: boehm.beate(at)gera.de
http://www.gera.dehttp://www.Demenz-Hilfenetzwerk-Gera.de