Für ein ganz wichtiges Signal halte ich, dass die Schulleiter der beteiligten Schulen bei der Ingenium-Stiftung, die sich ja ganz speziell mit Demenz befasst, nach Praktikumsstellen für ihre Schüler nachgefragt haben. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Thema Demenz als normalen Bestandteil des sozialen Bereichs für die Schüler, und damit auch für die zukünftigen Erwachsenen, einzustufen und damit Hemmungen und Stigmatisierung abzubauen.
Garmisch-Partenkirchen: Demenz - was geht mich das an?!
Zu Beginn des Projektes im Februar schnupperten die zehn Schülerinnen in das alltägliche Leben eines Pflegeheims hinein, nahmen am Gedächtnistraining teil, besuchten die hauseigene Cafeteria und besuchten bettlägerige Bewohnern in ihren Zimmern. In der Rückschau staunten sie vor allem über die Dankbarkeit, Freundlichkeit und Fröhlichkeit vieler Bewohnerinnen und Bewohner. Zwei Theorieschulungsstunden zu Krankheitsbild, Umgang mit der Krankheit und vielem mehr fanden danach statt. Einen ganzen Samstag im April werden die Schülerinnen einsetzen, um mit einer Biographietrainerin das Thema "Biographiearbeit" zu erarbeiten. Das erworbene Wissen und die Erfahrungen können sie bis November immer wieder in der Praxis umsetzen und dabei die Lebensbücher benutzen, die im niederländischen Hogewey für die Praxis entwickelt wurden.
- Anmelden um Kommentare zu schreiben
