Was fehlt? Ideelle Unterstützung von der kommunalen Spitze (Bürgermeister). Diesbezüglich fand ich z.B. Mannheim sehr vorbildlich oder Ostfildern. Ansonsten heißt es einfach mit Ausdauer dran bleiben wie die letzten zwanzig Jahre.
Burkhard Plemper dokumentiert den Alltag einer Wohngemeinschaft, die sich zum gemeinsamen Leben mit Demenz zusammengetan haben:
„Wir sind alles freie Leute“, betont Marianne und blickt selbstbewusst auf ihre Mitbewohnerinnen am großen Esstisch, sechs Frauen - die älteste ist zweiundneunzig - und ein Mann - einundsechzig. Allein war die Witwe nicht mehr klar gekommen, geisterte nachts durch die Stadt und über den Friedhof, wurde von der Polizei aufgegriffen. Diagnose: Demenz. So ging es nicht weiter, fand auch ihr Sohn.
Gute oder schlechte Praxis? In diesem Sinne wird über die seit Juli 2009 vergebenen „Pflegenoten“ diskutiert. Angestoßen wurde dies durch ein 10 Punkte Papier mit der Forderung nach einem Moratorium (einer vorübergehenden Aussetzung) von Prof. Dr. Thomas Klie (Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule in Freiburg) und Franz J. Stoffer (Geschäftsführer CBT Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft)
